Morgane
Seit neun Jahrhunderten erzählen andere ihre Geschichte. Diesmal ergreift Morgane selbst das Wort.

Morgane ist eine der berühmtesten Frauenfiguren der Artussage. Und doch hat sich ihr Gesicht im Lauf der Jahrhunderte immer wieder verändert: Heilerin, Schwester, Geliebte, Zauberin, Rebellin, Feindin, Hexe. Was bleibt von einer Frau, wenn neun Jahrhunderte lang andere ihre Geschichte erzählt haben?
Allein vor dem Publikum nimmt Morgane den Faden der Erzählung wieder auf. Sie kommt weder, um um Vergebung zu bitten, noch, um ihre Unschuld zu beteuern. Sie erzählt: von ihrem Wissen, ihren Wünschen, ihren Wunden, ihrem Zorn, ihren Fehlern, ihrer Macht. Und sie fragt, wie eine mächtige Frau in der kollektiven Vorstellung nach und nach zu einer gefährlichen Frau wird.
Ein zugleich intimes und spektakuläres Werk, in dem Opernstimme, Theater und Illusion einander antworten, von Hildegard von Bingen bis Massenet, von Händel bis Rimski-Korsakow.
„Ich bin nicht gekommen, um euch meine Unschuld zu beweisen. Ich bin gekommen, um mir meine Geschichte zurückzuholen.“
Das Projekt wächst: Originalkompositionen, Tanz, Zauberkunst. Die Compagnie sucht Schreib- und Produktionsresidenzen sowie Koproduktionspartner.
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